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Persönliche Meinungen und Thesen

Spiegel Online - Infos und Tipps

Bundespräsident Horst Köhler tritt zurück

Zuerst nahm der konservative Roland Koch seinen Hut.
Nun tritt gar der Bundespräsident ab.

Nach heftiger Kritik vom linken Flügel ist nun gar der Bundespräsident zurückgetreten.
Der Spiegel tritt daraufhin noch einmal nach:
Mann und Amt passten nicht zusammen: Die Art des Rücktritts, dieses Beleidigtsein, diese Mischung aus Selbstmitleid und Wut auf Andere, bestätigt diesen Befund. Ein Bundespräsident tritt nicht zurück, weil er – im Rahmen des üblichen demokratischen Debattenprozesses – kritisiert wird. Das ist eine Überreaktion, die dem Amt nicht angemessen ist.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,697833,00.html

Amt und Mann passten natürlich zusammen, aber der Spiegel und die Sueddeutsche Zeitung keilen zurzeit gegen alles, was auch nur ansatzweise wirtschaftsfreundlich sein könnte.

Deutschland braucht keine Arbeitsplätze, Deutschland braucht keine Unternehmer und Deutschland braucht keinen wirtschaftlichen Sachverstand.
Die Bürger dieses Landes sind unendlich reich und können bequem mit Steuererhöhungen, steigenden Schulden und steigenden Steuern leben.

Weg mit der Wirtschaft.

Was hatte denn unser Bundespräsident gesagt:
Köhler hatte seine Äußerungen am letzten Samstag unmittelbar nach seinem ersten Besuch bei den deutschen Soldaten in Nordafghanistan gemacht. Im Deutschlandradio Kultur sagte er, die Bundeswehr kämpfe in Afghanistan für “unsere Sicherheit”. Es sei in Ordnung, dass darüber immer wieder kritisch diskutiert werde.

“Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Weg sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unserer Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen.”
http://www.stern.de/politik/ausland/koehler-steht-weiter-in-der-kritik-entweder-unkenntnis-oder-ungeschicklichkeit-1569808.html

Unter dem Titel
“Schwadroneur im Schloss Bellevue”
wurde in Sueddeutschen Zeitung folgender Artikel als Kommentar veröffentlicht:
Wenn es um den Bundespräsidenten geht, gilt im politischen Betrieb eine Art Vereinbarung auf Gegenseitigkeit. Das Staatsoberhaupt steht unter dem Schutz der Würde seines Amtes, Kritik an ihm wird entsprechend vorsichtig dosiert. Vom Präsidenten seinerseits wird erwartet, möglichst wenig Anlass zur Kritik zu geben und seine Worte vorsichtig zu wählen.
Für die Dauer eines kurzen Radiointerviews hat Horst Köhler seinen Teil dieser Vereinbarung vergessen. Darin schlug er ungelenk den Bogen vom Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan zu deutschen Arbeitsplätzen. Über die Mission am Hindukusch verraten Köhlers Worte wenig, über die Probleme mit seinem Amt bedrückend viel.

http://www.sueddeutsche.de/politik/koehler-zu-militaereinsaetzen-schwadroneur-im-schloss-bellevue-1.950985

Deutschland wird sich darauf einstellen müssen, daß es nicht mehr allzuviele gibt, die sich solche Attacken gefallen lassen wollen.
Die Verlierer sind die einfachen Menschen.

Bleibt die Hoffnung, daß die Steuersubvention von 7% für Zeitungen und Zeitschriften fällt und in Zukunft für diese Unterhaltungsmedien 19% MwSt zu zahlen sind.
Reich genug sind die Verlage, um das aus der eigenen Tasche zu zahlen. Preiserhöhungen wären dann die reinste Abzockerei.

Nachtrag:
Die Sueddeutsche tritt noch einmal kräftig nach:
Die Flucht des “Null-Bock-Horst”

Ein Kommentar von Kurt Kister

Horst Köhler schmeißt hin und fügt dem Amt des Bundespräsidenten großen Schaden zu. Der 67-Jährige tritt ab, weil er beleidigt ist und sich der öffentlichen Debatte über seine Afghanistan-Äußerungen nicht stellen will. Dies offenbart: Der hölzerne Köhler war stets bemüht – und überfordert.
http://sueddeutsche.de/politik/bundespraesident-tritt-zurueck-die-flucht-des-null-bock-horst-1.952519

Die Sueddeutsche versinkt nun im Billig-Journalismus.

Fake? Michaele und Tareq Salahi bei Obama

Wie Spiegel Online berichtete, schlichen sich ungebetene Gäste zum Staatsdinner Obamas für den indischen Ministerpräsidenten Manmohan Singh ein.

Eingeladen waren sie nicht.

Der Secret Service prüft nun, wie es dem Paar, das zu den Kandidaten für die Reality-TV-Show “Real Housewives of D.C” gehört, gelingen konnte, die Sicherheitsmaßnahmen auszutricksen.

Eine Schwachstelle soll es schon gegeben haben.

Die ganze Sache kam erst heraus, als das Paar Bilder vom Empfang auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichten.

Liebe Spiegel-Redakteure, ist denn heute der 1. April?

Am 1. April mag so eine Story ja interessant sein, aber am 26.11.?

Könnte es nicht sein, daß amateurhafte Grafikkünstler erste Versuche mit einem Bildbearbeitungsprogramm unternommen haben?

Der Laie mag gewisse optische Verzerrungen erkennen, die den harmonischen Bildabauf stören.

Die Ränder um die ungebetenen Gäste sind bei so manchem Bild hart, siehe insbesondere bei der Abbildung mit dem Chief of Staff Ron Emanuel.

Das Auflegen des Pfötchens, bei wem auch immer, würde ich mal als groben Verstoß gegen die Etiquette bezeichnen, bei Staatsbesuchen ist das eher gewöhnungsbedürftig.

http://www.spiegel.de/images/image-35743-galleryV9-wiro.jpg

Auf jeden Fall wird man in der Spiegel-Redaktion einmal ernsthaft darüber nachdenken müssen, ob solche News nicht besser mit einem Fragezeichen, anstatt einem Ausrufezeichen versehen werden sollten.

Zum Artikel: http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,663536,00.html