Aktien, Gold und Reichtum
Reich zu werden, ist wieder ganz einfach geworden.
Der amerikanische Notenbankpräsident zeigt, wie es geht.
Einfach Aktien und Gold kaufen und beim fröhlichen Verdienen mitmachen.
Liquidität ist das Zauberwort.
Auf der Bank gibt es so gut wie keine Zinsen, aber bei Aktien und Rohstoffen liegt das große Geld auf der Straße.
Die jetzige Wirtschaftskrise ist ganz einfach entstanden.
Der ehemalige amerikanische Notenbankpräsident Alan Greenspan wollte den Amerikanern zu Reichtum verhelfen.
Zinsen herunter und jedem einen Kreditvertrag geben.
Das Einkommen des Kreditnehmers war völlig uninteressant.
Warum sollte es auch eine Rolle spielen?
Nehmen wir an, jemand möchte gerne einen Porsche fahren.
Er geht zur Bank und nimmt einen Kredit zu 10% auf.
Damit es funktioniert, kauft er ein Haus für 1 Mio Dollar.
Da sich nun alle ein Haus leisten können, steigt der Wert des Hauses in einem Jahr bestimmt auf 1,2 Mio.
Nach einem Jahr wohnen im 1 Mio-Haus hat er sich seinen Porsche für 100.000 Dollar verdient.
Geht doch ganz einfach.
Gleiches, weil es gar so gut funktioniert hat, geschieht nun an den Aktien- und Wertstoffbörsen.
Clever wie alle sind, werden die ausgelacht, die nicht mitmachen.
Sie haben nicht verstanden, daß Aktien etwas mit Angebot und Nachfrage zu tun haben und es völlig gleichgültig ist, ob die Firma Geld verdient und mit was sie Geld verdient.
Bis auch die Putzfrau endlich merkt, wie das große Geld verdient wird und zur Sparkasse rennt.
Dann gilt es rechtzeitig auszusteigen.
Wer zu spät aussteigt, kann auf staatliche Hilfe hoffen, sofern seine Schulden hoch genug sind.
Um die Putzfrau kümmert sich keiner.
Warum auch?
Sie hat ja unterschrieben, die Risiken von Aktienanlagen zu kennen.
Juristisch ist das im Juristenland Deutschland alles in Ordnung.
Ihr Schäfchen ins Trockene gebracht haben bis dorthin die Aktienhändler und Banken.
Blog Handelsblatt: Fröhliches Aufblasen an der Wallstreet
3 Kommentare zu “Aktien, Gold und Reichtum”
Schöner Kommentar,
aber war es nicht schon immer so, nur dass es heutzutage eben schneller hin und her geht
Ist ja auch gut so
geschrieben von tom Tree am 12. Nov, 2009
Das schnellere hin und her bedingt aber, daß kleinere Risiken eingegangen werden müssen, damit die Struktur nicht zerstört wird.
Wenn sich das Einkommen halbiert, die Aktien um 60% fallen, das Häuschen um 70% weniger wert ist, oder die Umsätze einer Firma um 60% zurückgehen, dann muß das durchgestanden werden können.
In dem Augenblick, indem ein Notverkauf durchgeführt werden muß oder eine Firma in Insolvenz geht und ihre Mitarbeiter entlassen werden müssen, kommt es zu ungeahnten Folgeschäden.
Höhere Schwankungen führen zu größeren Risiken und eingeschränkter Kreditvergabe, da das Ausfallrisiko steigt und dies ist wachstumsschädlich.
Wird, wie im Augenblick, versucht, die große Blase durch viele kleine Blasen zu retten, dann können sich die kleinen Blasen zu einer großen Blase vereinigen, die so groß wird, daß auch diese wieder platzt.
Zum anderen fehlen die Strukturen, die schnelle Veränderungen ermöglichen.
Springt die Konjunktur an und der Ölpreis steigt dadurch z.B. auf 200 oder 250 US-Dollar, dann stehen immer noch keine Alternativen zur Verfügung.
Im Prinzip führen diese extremen Schwankungen dazu, daß z.B. für 3 Alternativen geplant und entwickelt werden muß, Ölpreis 50$, Ölpreis 120$, Ölpreis 250$.
Mindestens 2 Alternativen sind dann Fehlentwicklungen.
geschrieben von MZ am 13. Nov, 2009
Hallo
Danke für diesen interessanten Artikel! Ich habe schon oft hier Beiträge gelesen und freue mich immer wieder über die gleichbleibend gute Qualität.
Ich glaube ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Edelmetallen/Rohstoffen und Aktien im Portfolio ist der Schlüssel zum Erfolg, wobie ich persönlich zu einem Verhältnis von etwa 1 zu 2 zu gunsten der Rohstoffe tendiere
Viele Grüße
Konstantin
geschrieben von Konstantin am 28. Nov, 2009