Das Sterbeglöckchen – kurz und knapp erklärt
Nicht jeder versteht den Sinn eines Sterbeglöckchens, dabei ist es ganz einfach.
Das Sterbeglöckchen leutet nicht den Weltuntergang ein, dafür werden die Posaunen eingesetzt.
Das Sterbeglöcken wird nach dem Exodus geläutet.
Es läutet nicht für den Verstorbenen, der ist tot und hört nichts mehr, es bringt ihm auch nichts.
Die Adressaten des Sterbeglöckens sind somit die Lebenden.
Es soll sie an die Endlichkeit des Lebens erinnern.
Das Sterbeglöckchen verfolgt damit einen handlungs- und entscheidungsorientierten Ansatz, im Gegensatz zum überraschenden Weltuntergang, der schicksalhaft eintritt.
Es gibt für den Menschen ein mathematisch berechenbares Lebensalter.
Der Mensch kann jedoch, aufgrund seiner Handlungen und Entscheidungen, viel dazu beitragen, ob das Schicksal früher oder später eintritt.
Nichts ist garantiert, es kann aber empirische ermittelt werden, welche Handlungen die Chancen erhöhen und welche sie verringern.
Ein Beispiel:
Vergißt ein Fragenportalbetreiber sich über die Dauer der Nutzungsrechte eines fremden Namens zu informieren, so kann diese Entscheidung zu einen schnellen und plötzlichen Ende führen.
Obwohl das Läuten des Sterbeglöckchens erst später vorgesehen war, muß es dann vorgezogen werden.
Gleiches gilt auch für das prognostizierte Ende.
Werde Schritte unternommen, das Ende hinauszuzögern, dann kann sich der Exodus erheblich verzögern.
Nur ein Tor glaubt, die Welt sei fix, alles sei vorbestimmt, jeder könne tun und lassen, was er wolle, Handlungen würden nichts beeinflussen.
Fazit: Das Sterbeglöckchen kann angehalten oder beschleunigt werden. Das jeweilige Tempo wird von den Handelnden und Entscheidern bestimmt.
Diese Engstirnigkeit von Praktikanten ist immer wieder erschreckend.